Reggio Emilia Kita Zürich

30 daycares

Die Reggio-Emilia-Pädagogik geht auf die Krippen und Kindergärten zurück, die nach dem Zweiten Weltkrieg in der italienischen Stadt Reggio Emilia entstanden sind. Im Zentrum steht das Bild des Kindes als kompetenter Denker mit, in den Worten von Loris Malaguzzi, "hundert Sprachen" — Zeichnung, Skulptur, Bewegung, Erzählung, Musik, Rollenspiel: all die Ausdrucksformen jenseits des gesprochenen Wortes. Pädagoginnen begleiten als Forschende statt anzuleiten; Projektarbeit, Atelierzeit und sichtbare Dokumentation an den Wänden prägen den Tag.

Ein praktischer Hinweis für Zürcher Eltern: reine Reggio-Häuser sind in der Schweiz selten. Die meisten Kitas, die mit dem Ansatz arbeiten, bezeichnen sich als Reggio-inspiriert und integrieren Projekträume und Dokumentation in einen sonst konventionellen Tagesablauf. Im Vergleich zu Montessori ist Reggio stärker gruppen- und projektorientiert, während Montessori auf das einzelne Kind und vorbereitete Materialien setzt — beide Ansätze respektieren die kindliche Autonomie. Geeignet ist Reggio vor allem für Kinder, die in offenen, gemeinsam gestalteten Projekten aufblühen.

Wer in seinem Quartier kein Reggio-Angebot findet, kann im Zürich-weiten Verzeichnis alle Kindertagesstätten auf einer Karte einsehen. Hier die Reggio-Emilia- und Reggio-inspirierten Krippen in Zürich.